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26. Nachsuche auf künstlicher Fährte im "Geisenfelder Forst"


26. Nachsuche auf künstlicher Fährte ohne Richterbegleitung im "Geisenfelder Forst" des Jagdgebrauchshundeverein "Donau-Altmühlecke e.V." am 11./12. Juli 2009
Brenda bei der Nachsuche des Jagdgebrauchshundevereins Am 12. Juli war’s mal wieder soweit. Mit meiner Zuchthündin „Branda vom Winterhorn“ Stammbuch Nr. 499 fuhr ich Richtung Pörnbach. Im Suchenlokal Bogenried trafen sich 7. Gespanne zur 26. Nachsuche auf künstlicher Fährte „Das brosene Siegel“.
Um an dieser Prüfung teilnehmen zu können muss der Hund 2 Jahre alt – eine bestandene VSwP und Laut nachgewiesen haben. Nach der Begrüßung durch Anton Gamperl und Auslosung der Fährten fuhren Führer und Richter pünktlich 9.00 Uhr ins Revier. Mein Richter der allseits bekannte Max Neumayer setzte mich um Punkt 9.30 am Anschuß an. Die Wund spur war mit Rehschweiß getupft – weiteres befanden sich VP (Verweißerpunkte) in Form eines 2 mal gelochten Rotbuchenblattes und 2 WB (Wundbett) 3 mal gelocht auf der Fährte. Diese Pirschzeichen sind vom Hund möglichst zu finden, da sie die Fährtentreue nachweisen. Weiterhin darf eine Gesamtarbeitszeit von 2 Stunden nicht überschritten werden.
Branda nahm die Fährte in gewohnter ruhiger und konzentrierter Manier an, lag von Beginn an gut im Riemen und so konnte ich nach ca. 200 m die Spur mit einem VP bestätigen. Die Geländeform wechselte nun ständig von 30-40 jährigen Föhrenbestand mit Unterwuchs über Fichtenstangenholz bis hin zu einer Windbruchfläche. Die Wechsel über einen befahrenen Kiesweg meisterte die Hündin vorzüglich. Kurz danach verwies sie mir das 1. WB. Weiter ging’s im Fichtenaltholz mit dichtem Unterwuchs. Mit großer Erleichterung (für den Führer) bestätigte Sie mir das 2. WB. Nun kann es ja nicht mehr weit sein!
Jetzt aber nahm die Foxeline die Nase höher und führte mich zielstrebig in eine kleine Fichtengruppe, hier lag ein verhältnismäßig frisch verendeter Feldhase. ……Scheiße…….
Ich versuchte nun Bögen zu schlagen um den Hund in „guten Wind“ zu bringen. Das funktionierte und Branda fand den Abgang und nach 40 Min war ich am Stück. Die Freude bei Hund, Führer und Richter war groß. Nun ging’s zurück zum Treffpunkt „Diensthütte Mitterbachl“. Nach kräftiger Atzung – Leberkäs mit Kartoffelsalat kam es dann zur Preisverleihung.
Preisverleihung 26. Nachsuche auf künstlicher Fährte Teilnehmer der Nachsuche
Name des Hundes Rasse Anzahl der VP
Avory of Gilead Hündin, GR VP: 4 WB: 2 Zeit: 51 Min
Port West Chocolate Chilli Hündin, CBR VP: 3 WB: 2 Zeit: 23 Min
Artus vom Jura-Grund Rüde, DD VP: 3 WB: 3 Zeit: 18 Min
Branda vom Winterhorn Hündin, DF VP: 1 WB: 2 Zeit: 40 Min
Brutus von Burg Lichtenfeld Rüde, SK VP: - WB: 1 Zeit: 85 Min
Franka vom Seemühler Forst Hündin, SK VP: - WB: - Zeit: 29 Min
Donna vom Christiansgrün Hündin, BrBr VP: - WB: - Zeit: 82 Min

Üben im Schwarzwildgatter


Auf Anregung mehrerer Hundeführer entschloss sich der Jagdgebrauchshunde-Verein Nordschwaben in Zukunft nicht nur "gro0e Hunde", sondern auch Erd- und Stöberhunde in seinem Verein zu fördern und zu unterstützen. Zu diesem Zweck stellte er lobenswerter Weise 150 € zur Verfügung
WD_2 (131K) Am Freitag, den 20. Juni 2008 war es dann soweit. Zu viert und mit 2 Schwarzwildbracken,
5 Deutsch Jagdterriern und 3 Drahthaar- Foxterriern fuhren wir, in das 680 km entfernte, Walddrehna.
Ziel war es, unsere jungen Hunde gezielt an Schwarzwild zu bringen, ihre Anlagen und ihr Wesen zu sichten und zu fördern. Für die alten und erfahrenen Hunde bestand die Möglichkeit, nach der Prüfungsordnung des DJT-Vereins unter den Augen zweier Verbandsrichter, den "SJ" bzw. den "SJ mit Härtestrich" abzulegen.
In Walddrehna, das im Herzen des Naturparks "Niederlausitzer Landrücken" zwischen Spreewald und Fläming liegt, befindet sich schon seit DDR-Zeiten ein ca. 1,8 ha großes Schwarzwildübungsgatter. Das Gehege unterteilt sich in 3 Zonen: Fress-, Ruhe- und Übungsgatter.
Zurzeit stehen hier drei, 5 Jahre alte und 50 kg schwere Bachen.
Im kleinen Ort Wüstermarke (nahe Walddrehna) bezogen wir in der Ferienanlage der Familie Krüger unser Quartier.
Auf der großzügigen Anlage fanden wir ideale Bedingungen für Hund und Führer vor.

Am späten Abend stieß noch ein weiterer Meuteführer mit DD, Kopov und Deutsch Jagdterriern zu uns und gemeinsam erwarteten wir gespannt den nächsten Tag.
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WD_4 (131K) Pünktlich um 9:00 Uhr trafen wir uns am Samstag mit dem Gattermeister Dieter Töfper vor der Anlage.
Nach kurzer Begrüßung erklärte uns der Gattermeister die Verhaltensregeln und den Tagesablauf. Im Wesentlichen legen die Verhaltensregeln fest, dass immer nur 1 Hund, nicht länger als 10 Minuten an der Sau geprüft werden darf. Nach 6 Hunden muss eine mindestens zweistündige Ruhepause eingehalten werden. Jeder Hundeführer ist, mit Betreten der Anlage, für sich und seinen Hund selbst verantwortlich. so wird für Verletzungen an Mensch und Tier keine Haftung übernommen.
Der vom Stand aus geschnallte Hund soll das Schwarzwild selbstständig finden, laut stellen und durch bedrängen in Bewegung bringen, wenn möglich sogar sprengen. Für den Erhalt des "SJ mit Härtestrich" soll starkes Bedrängen und Fassversuche vom Hund gezeigt werden. Die jungen Hunde sollen ihre Anlagen zeigen: Laut - Schneid - den Willen an der Sau zu jagen. Der Führer kann hierbei unterstützend und helfend einwirken.
Branda vom Winterhorn (131K) WD_3(131K)
Schon nach dem zweiten Hund konnte man sehen, wie erfahren und routiniert sich die Schwarzkittel verhalten. das ist nicht verwunderlich, da jährlich ca. 300 Hunde im Gatter geprüft werden. Bedrängt der Hund die Schwarzkittel schwach, reagieren sie kaum, stehen im Gebräch oder liegen sogar in der Suhle.

Aber wehe wenn ein Hund Attacken fährt und Fassversuche startet. Sofort stehen die Sauen zusammen und versuchen den Hund abzuschlagen. Das die wehrhaften Bachen den Hund jagen war keine Seltenheit. Hier sondert sich die Spreu vom Weizen.

Von 7 geprüften Terriern konnte an 2 Hunde der "SJ" vergeben werden. Ein Deutsch Jagdterrier und
meine Drahthaar-Foxterrierhündin:
Brenda vom Winterhorn
Man darf das Ganze aber nicht überbewerten, denn im Jagdbetrieb ergeben sich oft Situationen, die hier nicht simuliert werden können.
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Resümee


Für jeden enagierten (Sau-)Hundeführer ist Walddrehna ein Besuch wert.

Persönlich sah ich bei meinem jungen Hund eine Bestätigung meiner Zucht.
Im stillen Denk ich mir, da wird noch so mancher hochgelobte und so genannte "an der Sau eingejagte" "schwarzwilderfahrene" und "SJ-Strich besitzende Hund" - egal welcher Rasse - tief beeindruckt und mit geklemmter Rute neben seinem doch nachdenklich gewordenen Füher aus dem Föhrenwald bei Walddrehna schleichen....